J.S. Bach: Invention a-moll BWV 784 (1996)
arrangiert für 4 Marimbas (oder 2 Vibraphone und 2 Marimbas)
4 Marimbas (oder 2 Vibraphone und 2 Marimbas)
Dauer: 2 Minuten
Titel: J.S. Bach: Invention a-moll arr. B. Hummel 4 Marimbas (od. 2 VIB + 2 Ma) - Umfang: 4 Seiten - Datierung: arr. B. Hummel 8.6.96 - Aufbewahrungsort: Bayerische Staatsbibliothek München
Zimmermann Frankfurt ZM 35450 / ISMN M-010-35450-7
Hätte Bach das Marimba-Instrument gekannt, hätte er dafür wohl anders als für alle anderen Keyboard-Instrumente komponiert? Seine Polyphonie erlaubt ohne Bedenken solche Übertragungen, solche "Spielereien", wie sie der vor fünf Jahren verstorbene Bertold Hummel gezielt vorgenommen hat, "um kantables Spiel auf den Malletts zu üben." Aber damit macht er den Mallett-Spielern, sei es im Marimba-Quartett oder -Trio, oder gemischt mit anderen Malletts, zugleich ein sinnvolles Repertoire-Geschenk.
Eckart Rohlfs
This keyboard percussion quartet is scored for two vibraphones and two marimbas (one low-A and one four-octave). The editor also gives the option of using four marimbas. The parts are equally distributed in difficulty among the four players. Brackets are provided to identify the inventions, and should be performed louder than the counterpoint material.
Each part can be performed with two mallets, although if using vibra-phones, four mallets might facilitate dampening. There are a few sticking and hand suggestions, but these are only suggestions. This is a terrific setting of the famous invention and a challenge for all four players.
George Frock
Nach dem Besuch eines Vorspiels junger Percussionisten im Juni 1996, bei dem ein talentierter Student versuchte die a-moll Invention von Bach alleine auf dem Marimba darzustellen, fühlte sich Bertold Hummel animiert, selbige Invention für 4 Marimbas, wobei er sich auch die Besetzung für 2 Vibraphone und 2 Marimbas vorstellen konnte, zu arrangieren. Seine Bemerkungen dazu: Die mit Klammer versehenen Teile sind original und sollten durchweg lauter als die von mir erfundenen "Kontrapunkte" gespielt werden, die ja zumeist die Harmonik Bachs benutzen (also von jedem anderen Tonsetzer erstellt werden können). Das ganze ist ein Versuch - eine Spielerei - vielleicht gibt es einigen Spaß beim Spielen. Ich kam darauf, weil die Inventionen sehr bekannt sind (im Original) und auf Marimba allein ungleich viel schwerer sind als auf dem Klavier.
Vorwort (Zimmermann Frankfurt ZM 35450)
Die vorliegende Invention in a-Moll für 4 Malletinstrumente von Bertold Hummel entstand aus dem Gedanken eines Versuchs der musikalischen Spielerei, und bezieht sich auf die wohl bekannte a-Moll Invention von Johann Sebastian Bach. Ursprünglich hat J.S. Bach diese musikalischen Ideen bereits 1723 als Lehrstücke und Anleitung "eine kantable Art im Spielen zu erlangen" herausgegeben. So bietet sich die Sammlung dieser Klavierstücke nun schon bald 300 Jahre als bestens geeignetes Material auf dem musikalischen Bildungsweg junger Künstler an.
In seinem Arrangement präsentiert B. Hummel das im Original zweistimmige Klavierstück in patchworkartiger Verteilung auf vier Stimmen, und erschließt auf diese Weise vier Percussionspielern gleichzeitig die Gelegenheit sich im kantablen Spiel auf den Mallets zu üben. In seinem Partiturentwurf schreibt B. Hummel die Verwendung von 4 Marimbas (evtl. auch 2 Vibraphone und 2 Marimba) vor. Dazu erläutert er: "Die mit Klammer versehenen Teile sind original und sollten durchweg lauter als die von mir erfundenen "Kontrapunkte" gespielt werden." Bekanntlich verzichtete J.S. Bach in seinen Inventionen auf dynamische Vorgaben, und so wird in den ersten 4 Takten des Arrangements eine musikalische Interpretation durch beispielhaft eingesetzte Dynamikzeichen angedeutet. Wie beim Original wird für den weiteren Verlauf der Komposition der musikalischen Gestaltungskraft der Interpreten jeglicher Freiraum gelassen.
Nachträglich wurde unter die Einzelstimmen ein sorgfältig bedachter Handsatz gelegt, der sich besonders unter dem Aspekt einer organischen Linienführung empfiehlt. So sparsam wie möglich, aber überall dort wo hilfreich und nötig finden sich solche Handsätze, die im Anschluss immer den Wechselschlag zur Folge haben. Mit seinen Hinweisen auf Alternativbesetzung der Instrumente will sich das Stück auch als Unterrichtsmaterial empfehlen.
Die originalgetreue Aufführung der vorliegenden Partitur verlangt:
Sopran: c-Marimba (4-oktavig)
Alt: c-Marimba (4-oktavig)
Tenor: A-Marimba (4 1/3-oktavig)
Bass: C-Marimba (5-oktavig)
Alternativ schlägt B. Hummel für die 2 Marimba der Oberstimme die Verwendung von Vibraphon 1 (Sopran) und Vibraphon 2 (Alt) vor.
Um beim Vortrag eine homogene Stimmführung zu garantieren, sollte bei dieser Version mit besonderer Aufmerksamkeit auf die unterschiedlichen Tondauern von Marimba und Vibraphon geachtet werden.
Nachstehend ein weiterer Alternativvorschlag für die Spielpraxis an Musikschulen:
Sopran: Xylophon
Alt: Marimba (zusammen mit dem Bass)
Tenor: Vibraphon
Bass: E-, F- oder A-Marimba
Durch Verlegung weniger Töne erschließt sich hier die Möglichkeit einer Realisation der Partitur auf nur drei Malletinstrumenten.
Thomas Keemss
Nach dem Besuch eines Vorspiels junger Percussionisten im Juni 1996, bei dem ein talentierter Student versuchte die a-moll Invention von Bach alleine auf dem Marimba darzustellen, fühlte sich Bertold Hummel animiert, selbige Invention für 4 Marimbas, wobei er sich auch die Besetzung für 2 Vibraphone und 2 Marimbas vorstellen konnte, zu arrangieren. Seine Bemerkungen dazu: Die mit Klammer versehenen Teile sind original und sollten durchweg lauter als die von mir erfundenen "Kontrapunkte" gespielt werden, die ja zumeist die Harmonik Bachs benutzen (also von jedem anderen Tonsetzer erstellt werden können). Das ganze ist ein Versuch - eine Spielerei - vielleicht gibt es einigen Spaß beim Spielen. Ich kam darauf, weil die Inventionen sehr bekannt sind (im Original) und auf Marimba allein ungleich viel schwerer sind als auf dem Klavier.
Vorwort (Zimmermann Frankfurt ZM 35450)
Die vorliegende Invention in a-Moll für 4 Malletinstrumente von Bertold Hummel entstand aus dem Gedanken eines Versuchs der musikalischen Spielerei, und bezieht sich auf die wohl bekannte a-Moll Invention von Johann Sebastian Bach. Ursprünglich hat J.S. Bach diese musikalischen Ideen bereits 1723 als Lehrstücke und Anleitung "eine kantable Art im Spielen zu erlangen" herausgegeben. So bietet sich die Sammlung dieser Klavierstücke nun schon bald 300 Jahre als bestens geeignetes Material auf dem musikalischen Bildungsweg junger Künstler an.
In seinem Arrangement präsentiert B. Hummel das im Original zweistimmige Klavierstück in patchworkartiger Verteilung auf vier Stimmen, und erschließt auf diese Weise vier Percussionspielern gleichzeitig die Gelegenheit sich im kantablen Spiel auf den Mallets zu üben. In seinem Partiturentwurf schreibt B. Hummel die Verwendung von 4 Marimbas (evtl. auch 2 Vibraphone und 2 Marimba) vor. Dazu erläutert er: "Die mit Klammer versehenen Teile sind original und sollten durchweg lauter als die von mir erfundenen "Kontrapunkte" gespielt werden." Bekanntlich verzichtete J.S. Bach in seinen Inventionen auf dynamische Vorgaben, und so wird in den ersten 4 Takten des Arrangements eine musikalische Interpretation durch beispielhaft eingesetzte Dynamikzeichen angedeutet. Wie beim Original wird für den weiteren Verlauf der Komposition der musikalischen Gestaltungskraft der Interpreten jeglicher Freiraum gelassen.
Nachträglich wurde unter die Einzelstimmen ein sorgfältig bedachter Handsatz gelegt, der sich besonders unter dem Aspekt einer organischen Linienführung empfiehlt. So sparsam wie möglich, aber überall dort wo hilfreich und nötig finden sich solche Handsätze, die im Anschluss immer den Wechselschlag zur Folge haben. Mit seinen Hinweisen auf Alternativbesetzung der Instrumente will sich das Stück auch als Unterrichtsmaterial empfehlen.
Die originalgetreue Aufführung der vorliegenden Partitur verlangt:
Sopran: c-Marimba (4-oktavig)
Alt: c-Marimba (4-oktavig)
Tenor: A-Marimba (4 1/3-oktavig)
Bass: C-Marimba (5-oktavig)
Alternativ schlägt B. Hummel für die 2 Marimba der Oberstimme die Verwendung von Vibraphon 1 (Sopran) und Vibraphon 2 (Alt) vor.
Um beim Vortrag eine homogene Stimmführung zu garantieren, sollte bei dieser Version mit besonderer Aufmerksamkeit auf die unterschiedlichen Tondauern von Marimba und Vibraphon geachtet werden.
Nachstehend ein weiterer Alternativvorschlag für die Spielpraxis an Musikschulen:
Sopran: Xylophon
Alt: Marimba (zusammen mit dem Bass)
Tenor: Vibraphon
Bass: E-, F- oder A-Marimba
Durch Verlegung weniger Töne erschließt sich hier die Möglichkeit einer Realisation der Partitur auf nur drei Malletinstrumenten.
Thomas Keemss
After attending an audition of young percussionists in June 1996, at which a talented student attempted to perform Bach's A minor Invention alone on the marimba, Bertold Hummel felt inspired to arrange the same Invention for 4 marimbas, although he could also imagine the instrumentation for 2 vibraphones and 2 marimbas. His comments on this: The parts in brackets are original and should be played louder than the "counterpoints" I invented, which mostly use Bach's harmony (i.e. could be created by any other composer). The whole thing is an experiment - a gimmick - perhaps it will be fun to play. I came up with it because the inventions are very well known (in the original) and are much more difficult on marimba alone than on the piano.
Preface (Zimmermann Frankfurt ZM 35450)
The present Invention in A minor for 4 mallet instruments by Bertold Hummel originated from the idea of an attempt at musical playfulness and refers to the well-known A minor Invention by Johann Sebastian Bach. J.S. Bach originally published these musical ideas as early as 1723 as instructional pieces and instructions "to achieve a cantabile way of playing". The collection of these piano pieces has now been available for almost 300 years as ideal material for the musical education of young artists.
In his arrangement, B. Hummel presents the original two-part piano piece in a patchwork-like distribution over four parts, thus giving four percussion players the opportunity to practise playing the mallets in a cantabile manner at the same time. In his draft score, B. Hummel prescribes the use of 4 marimbas (possibly also 2 vibraphones and 2 marimbas). He explains: "The parts marked with brackets are original and should be played louder than the 'counterpoints' I invented." As is well known, J.S. Bach refrained from using dynamic markings in his inventions, and so a musical interpretation is indicated in the first 4 bars of the arrangement by means of exemplary dynamic markings. As with the original, the performers are given complete freedom to use their musical creativity in the further course of the composition.
A carefully considered hand-setting was subsequently placed under the individual parts, which is particularly recommended in terms of organic lines. Such hand movements are used as sparingly as possible, but wherever helpful and necessary, and they always lead to alternate strokes. With its references to alternative instrumentation, the piece is also recommended as teaching material.
The original performance of this score is required:
Soprano: c-Marimba (4-octave)
Alto: c-marimba (4-octave)
Tenor: A marimba (4 1/3 octaves)
Bass: C marimba (5 octaves)
Alternatively, B. Hummel suggests the use of vibraphone 1 (soprano) and vibraphone 2 (alto) for the 2 marimbas in the upper part.
In order to guarantee a homogeneous voice leading during the performance, special attention should be paid to the different durations of the marimba and vibraphone in this version.
The following is another alternative suggestion for performance practice in music schools:
Soprano: xylophone
Alto: marimba (together with the bass)
Tenor: vibraphone
Bass: E, F or A marimba
By shifting a few notes, it is possible to realise the score on only three mallet instruments.
Thomas Keemss