Sonatine für Posaune und Klavier (op. 59a, 1976)
I. Allegro moderato, II. Andante sostenuto, III. Finale - Allegro
Posaune, Klavier
Dauer: 10 Minuten
Norbert Daum | Claus Kühnl
Titel: Sonatine für Posaune - Umfang: 15 Seiten - Datierung: I. 7.Juni 76 II. 7.Juni 76 III. 5.Juli 76 - Aufbewahrungsort: Bayerische Staatsbibliothek München
Zimmermann Musikverlag Frankfurt ZM 21080 / ISMN M-010-21080-3
Die dreisätzige Sonatine op. 59a des Würzburgers Bertold Hummel war die Entdeckung des Abends. Excellent umgesetzt erklang diese lebendige, durchsichtige und witzige Komposition. Tänzerisch hingetupfte Töne im Allegro, ein lyrisch breit angelegtes Andante und schließlich melancholische Passagen im Wechsel mit jazzartigen schnellen Rhythmen im Vivace bis hin zum humorvoll pointierten Schlussakkord ließen Hummel und das exakt aufeinander eingespielte Duo Roblee zu einem besonderen Genuß werden.
op. 59a, II. Andante sostenuto - Formale Anlage:
A Takte 1-19
B Takte 20-33
A´ (Reprise) Takte 34-45
Coda Takte 46-48
A = 16 Takte mit jeweils 2-taktigen Phrasen, die sich melodisch entwickeln. Die Takte 18+19 sind eine Rückerinnerung an die beiden ersten Takte
B = ab Takt 20 gewinnt ein neuer Gedanke Einfluss über einem Orgelpunkt auf dem Ton A. Die Takte 25+26 besinnen sich auf den 1. Takt des Satzes.
Ab Takt 27 erscheint der 2. Gedanke über dem Orgelpunkt auf dem Ton D. Die Takte 32+33 besinnen sich wider auf den 1. Takt und gelten als Überleitung zur A´ = Reprise, welche 12 Takte umfasst, jetzt vom Grundton G ausgehend.
Coda = Die Coda findet zur Ausgangstonalität zurück und bringt die Melodik der Takte 1+2 augmentiert und mit der Begleitfunktion des Anfangs zu einem pp-Schluss.
Bertold Hummel, 30. März 2000