Sonatine I für Viola und Klavier (op. 35b, 1969/1971)
I. Maestoso, II. Elegie, III. Finale vivace
Viola, Klavier
Dauer: 6 Minuten
N. Simrock Hamburg-London (Boosey & Hawkes) EE 5464 / ISMN 979-0-2211-2256-8
Erstausgabe: N. Simrock, Hamburg 1972, EE 2948
Literaturliste des Deutschen Musikrates für den Wettbewerb "Jugend musiziert": Schwierigkeitsgrad 2/leicht - mittelschwierig (Unterstufe III)
Instrumentalwerk Kammermusik für mehr als zwei Instrumente Musik für Kinder Opus-Werkverzeichnis Viola
Die Sonatine habe ich für einen meiner Söhne geschrieben, quasi als Übeanreiz. Der 1. Satz folgt dem Sonatenschema mit zwei Themen - Durchführung und Reprise (alles natürlich auf knappstem Raum). Im 2. Satz erhebt sich über einem Seufzermotiv der Klavierbegleitung arienhaft die mit Dämpfer gespielte Solostimme. Im 3. Satz - einem Rondo mit 2. Marschtema stehen rhythmische Elemente im Vordergurund.
Bertold Hummel (1977)
Die Sonatine für Viola und Klavier op. 35b entstand 1969. Sie beginnt mit einem kraftvollen Maestoso-Satz. Die Klangfülle des ersten Themas wird von einem lyrischen Seitenthema reizvoll kontrastiert. Die Reprise endet mit einem impulsiven Fugato. Der zweite Satz Elegie besteht aus einer einzigen gefühlvoll empfundenen Melodie. Der sonore Bratschenklang schwebt gleichsam über den sphärischen Klängen des Klaviers. Im virtuosen Finale vivace findet die Sonatine ihren Höhepunkt. Spielerische Leichtigkeit, Marschrhythmen und dramatische Steigerungen lösen einander in schneller Folge ab. Die Coda führt in wilden Arpeggien zum Schluss.